Maler und Lackierer

Berufsbild des Malers und Lackierers

 

Die wichtigsten Aufgabenfelder des Malerhandwerks sind:

  • Schutz von Sachwerten (z. B. Holz- und Korrosionsschutz)
  • Schmuck und Verschönerung von Oberflächen (z. B. Fassadengestaltung, dekorative Wandtechniken)
  • Einsatz von Farbe zur Kennzeichnung (z.B. Sicherheitskennfarben im Straßenverkehr, Kennzeichnung von Rohrleitungen für Gefahrstoffe
  • Gesundheitsschutz und Hygiene (z.B. scheuerbeständige Beschichtungen in öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Krankenhäusern).

100_00681.jpg

Entsprechend der Neuordnung aus dem Jahre 2003 gibt es unterschiedliche Abschlussmöglichkeiten.

 

 

 

Struktur der Neuordnung der Ausbildungsberufe

 

struktur_der_neuordnung.png

 

 

 

 

 

Ausbildungsdauer

ausbildungsdauer_1.png

 

 

Die Ausbildung erfolgt weiterhin im dualen System, d.h. im Betrieb und im Berufskolleg. Die betriebliche Ausbildung wird durch überbetriebliche Lehrgänge ergänzt. An unserer Schule laufen alle drei Jahrgangsstufen zweizügig. Der Unterricht erfolgt an zwei Wochentagen, wobei ein Berufsschultag ganzjährig und der zweite halbjährlich läuft.

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
Unterstufen

Mittelstufen

1. Halbjahr

Mittelstufen

Oberstufe I

1. Halbjahr

Oberstufen
 

Unterstufen

2. Halbjahr

 

Oberstufe II

2. Halbjahr

 

Die theoretischen Inhalte der Ausbildung werden gemäß der Neuordnung in Lernsituationen vermittelt. Das nachfolgende Schaubild gibt einen Überblick über deren Verteilung.

Rahmenplanung Maler und Lackierer

rahmenplanung2.png

Prüfung nach der Neuordnung

Bauten- und Objektbeschichter

100_00731.jpg

Am Ende des ersten Ausbildungsjahres findet die Zwischenprüfung statt. Diese gliedert sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil.

Der schriftliche Teil dauert insgesamt 180 Minuten. Der Prüfling soll zeigen, dass er

- die Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, planen,

- notwendige Werkstoffe und Werkzeuge festlegen,

- den Arbeitsplatz einrichten,

- den Unfall-, Gesundheits- und Umweltschutz beachten kann.

Der praktische Teil umfasst höchstens 8 Stunden. In dieser Zeit soll die Arbeitsaufgabe, die sich an dem Theorieteil orientiert, praktisch umgesetzt werden. In einem Fachgespräch von maximal 10 Minuten soll die Umsetzung der Arbeitsaufgabe erläutert werden.

 

Zur praktischen Prüfung gehören folgende Tätigkeiten:

1. Farbplan erstellen,

2. Tapezierung,

3. Beschichtung mit Dispersionsfarbe,

4. Vorlackierung,

5. Übertragung eines Logos inklusive Schriftzug.

100_00041.jpg

Am Ende des zweiten und letzten Ausbildungsjahres findet die Abschlussprüfung statt. Sie gliedert sich ebenfalls in einen schriftlichen und einen praktischen Teil. Der schriftliche Teil dauert 360 Minuten. Die Prüfung ist in drei Teilbereiche gegliedert:

- Oberflächentechnik,

- Instandsetzung,

- Wirtschafts- und Sozialkunde.

Der Prüfling soll zeigen, dass er

- die Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, planen,

- notwendige Werkstoffe und Werkzeuge festlegen,

- den Arbeitsplatz einrichten,

- den Unfall-, Gesundheits- und Umweltschutz beachten kann.

Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde müssen wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt bearbeitet werden.

Für die praktische Prüfung stehen maximal 14 Stunden zur Verfügung. In dieser Zeit soll die Arbeitsaufgabe, die sich an dem Theorieteil orientiert, praktisch umgesetzt werden. In einem Fachgespräch von maximal 10 Minuten soll die Umsetzung der Arbeitsaufgabe erläutert werden.

 

Zur praktischen Prüfung gehören folgende Tätigkeiten:

1. Farbplan erstellen,

2. Tapezierung,

3. Beschichtung mit Dispersionsfarbe,

4. Vorlackierung,

5. Lackierung,

6. Übertragung eines Logos inklusive Schriftzug und Ausführung einer farblichen Gestaltung,

7. Applikation eines Reibeputzes,

8. Kundengespräch.

100_00101.jpg

 

Maler und Lackierer

Am Ende des 2. Ausbildungsjahres findet die Zwischenprüfung statt. Sie gliedert sich in einen schriftlichen und einen praktischen Teil.

Diese Zwischenprüfung ist inhaltlich identisch mit der Abschlussprüfung zum Bauten- und Objektbeschichter.

 

Am Ende des dritten und letzten Ausbildungsjahres findet die Gesellenprüfung statt. Sie gliedert sich ebenfalls in einen schriftlichen und praktischen Teil.

Der schriftliche Teil dauert 360 Minuten. Die Prüfung ist in drei Teilbereiche gegliedert:

- Oberflächentechnik,

- Instandsetzung,

- Wirtschafts- und Sozialkunde.

100_00701.jpg

 

Der Prüfling soll zeigen, dass er für die Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht,

- die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen,

- Verwendung von Werk-, Hilfs-, Beschichtungsstoffen und Bauteilen planen,

- Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen zuordnen,

- Herstellerangaben beachten und

- qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann.

Im Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde müssen wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt bearbeitet werden.

Für die praktische Prüfung stehen maximal 20 Stunden zur Verfügung. In dieser Zeit soll die Arbeitsaufgabe, die sich an dem Theorieteil orientiert, praktisch umgesetzt werden. In einem Fachgespräch von maximal 15 Minuten soll die Umsetzung der Arbeitsaufgabe erläutert werden.

Zur praktischen Prüfung gehören folgende Tätigkeiten:

1. Farbplan erstellen,

2. Tapezierung,

3. Beschichtung mit Dispersionsfarbe,

4. Vorlackierung,

5. Lackierung,

6. Übertragung eines Logos inklusive Schriftzug und Ausführung einer farblichen Gestaltung,

7. Ausführen einer Schmucktechnik,

8. Kundengespräch.