Was ist los am Berufskolleg Gladbeck?

Europatag am Berufskolleg

Im Rahmen der Europawoche fand am 10. Mai ein EU-Projekttag der IHK an unserer Schule statt.

„Europa ist spannend, kommt aber an den meisten Schulen im Unterricht oft zu kurz“, so IHK-Bildungsreferent Michael Ifland. Daher hatte sich die IHK Nord Westfalen entschlossen, noch während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft, die im Juni endete, Europa den Schulen näher zu bringen. Immerhin werden bereits heute etwa 80% der Gesetzgebung, die Menschen in ihrem täglichen Leben und die Unternehmen in ihrem wirtschaftlichen Handeln betrifft, aus Brüssel beeinflusst.

Schulleiter Klaus Bunse begrüßte die Initiative der IHK. „Unseren Schülerinnen und Schülern muss die Bedeutung Europas für ihr zukünftiges Leben bewusster gemacht werden, weil auch Arbeitsplätze in dieser Region vom europäischen Markt abhängen werden und schon heute abhängig sind.“ So wird beispielsweise die Ausstattung der Computerräume im Neubau mit europäischen Fördermitteln unterstützt.

An diesem Tag sollte in jeder Klasse mindestens eine Stunde zum Thema Europa unterrichtet werden. Beispielsweise wurde über Goethes Italienreise gesprochen, über die in Europa vertretenen Religionen, über die Vor- und Nachteile der Währungsumstellung und im Mathematikunterricht wurde Währungsrechnen geübt.

 

 

Höhepunkt des Tages war jedoch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeitsmarkt Europa: Chance und Herausforderung“, die von den Unterstufen der Industriekaufleute zusammen mit Herrn Kalinasch vorbereitet und durchgeführt wurde.

Studiendirektor Bunse eröffnete die Veranstaltung, indem er auf die Einbindung unserer Schule in das europäische Geflecht verwies, etwa durch die Partnerschule in England, die Möglichkeit des Erwerbs des europäischen Computerführerscheins und der KMK-Fremdsprachenzertifikate sowie durch die Ausbildung zum Europaassistenten im Handwerk. Er betonte, dass es wichtig sei, sich bewusst zu machen, dass wir ein Teil Europas seien, und diese Chance zu nutzen.

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Im Anschluss stellte Ausbildungsleiter Bernhard Jockenhöfer das Unternehmen MC Bauchemie Müller GmbH & Co KG aus Bottrop vor, das als Global Player in mehr als 20 Ländern tätig ist und an über 10 Produktionsstätten mit mehr als 1500 Beschäftigten forscht, entwickelt und fertigt. Seit mehreren Jahren bietet das Unternehmen jedes Jahr einem Auszubildenden die Möglichkeit, für vier Wochen im Werk in Irland zu arbeiten. Laut Jockenhöfer ermöglicht dies dem Auszubildenden die Erweiterung der fremdsprachlichen und interkulturellen Kompetenzen, aber auch die Chance, sich innerhalb Europas zu bewegen, und geschäftliche Gebräuche und die ausländische Arbeitswelt kennenzulernen.

Über seinen Irlandaufenthalt im Herbst 2006 berichtete Thorsten Heinsohn, Auszubildender zum Industriekaufmann im zweiten Lehrjahr. Seine Erfahrungen waren durchweg positiv und er betonte die Wichtigkeit, die eigenen Fremdsprachenkenntnisse zu erweitern und Arbeitsabläufe in ausländischen Unternehmen kennenzulernen.

Stefanie Herrmann von der Nationalen Agentur für Bildung und Europa stellte daraufhin den Europass vor, der u. A. einen standardisierten Lebenslauf bietet und Unternehmen hilft, im Ausland erworbene Qualifikationen von Bewerbern besser zu beurteilen.

IHK-Vertreter Ifland betonte in diesem Zusammenhang noch einmal die Bedeutung von Qualifikationen im Arbeitsleben auch nach der Ausbildung.

In seinem Schlusswort dankte Schulleiter Bunse abschließend allen Teilnehmern der Podiumsdiskussion und zog – in Anlehnung an das Diskussionsthema das Fazit: „Europa ist eine Chance, wenn man sich der Herausforderung stellt!“

 

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Frau Herrmann, Herr Ifland, Auszubildender Thorsten Heinsohn, Moderatoren Johannes Linder und Carolin Wilting, Herr Jockenhöfer (von links nach rechts)