Was ist los am Berufskolleg Gladbeck?

Schnupperfrühstück im Mädchenzentrum

Mittwochmorgen (12.11.), kurz vor 9 – eine Unzeit für Schülerinnen und Schüler. Immer? – Nein, nicht immer und nicht für alle. Sozialpädagogin Elke Kzonsek und Beratungslehrerin Heidrun Stachowski werden eines Besseren belehrt:

Superpünktlich versammelt sich der weibliche Teil des Berufsgrundschuljahres Wirtschaft und Verwaltung 2 in der Aula. Gutgelaunt machen sich die 10 Schülerinnen mit Begleitung auf ins „Internationale MädchenZentrum“ in Gladbeck-Brauck.

maedchenzentrum2 Schnell noch ein Gruppenfoto an der Bushaltestelle.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gute Laune, die vor Ort anhält. „Schön, dass Ihr da seid“, sagt Ute Breuker-Gerbig, Leiterin des Zentrums, und lädt die Mädchen in die Mitte des Raums. Auf einem Tisch lachen sie Brötchen, Käse und mehr an. Strahlend machen sich die Mädchen über das Frühstück her.

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Mit diesen Leckereien redet es sich auf jeden Fall besser als mit leerem Magen. Ute Breuker-Gerbig und ihre Mitarbeiterinnen Selma Mata und Hakima Tarchouni-Aufmhoff stellen die Angebote des Zentrums vor. Egal welche Altersklasse, egal welche Probleme – alle kommen hier auf ihre Kosten. 

Ein wichtiges Angebot für Schülerinnen: Das MädchenZentrum betreut sie individuell bei der Bewerbung um Ausbildungsplätze. Dies wirke vielleicht wie ein ausgelutschtes Thema, meint Selma Mata. Im Einzelfall komme es aber meist zu Problemen – sei es bei der Suche nach Ausbildungsplätzen, sei es beim Erstellen der Unterlagen.

Zurzeit scheint dies einigen jungen Frauen noch egal zu sein. „Ich will erst mal meine FOR machen“, sagt ein Mädchen. Danach müsse sie mal schauen. Frau Stachowski schüttelt den Kopf: „Eigentlich müsstet Ihr bereits im Januar, also ein halbes Jahr vorm Abschluss wissen, wo die Reise hingehen soll. Sonst steht Ihr nachher ohne alles da.“

Einige Schülerinnen basteln auch schon an ihren Vorstellungen. Was sie werden wollen? „Was im medizinischen Bereich“, sagt eine. Und eine andere: „Lokführerin. Dafür muss ich aber erst noch einen Eignungstest machen.“ Der Termin sei ihr aber schon sicher.

Auch Hakima Tarchouni-Aufmhoff unterstreicht, dass es sinnvoll ist, berufliche Zukunft zu gestalten: „Ich hätte die Fremdbestimmung in der Ausbildung nicht aushalten können, wenn ich mir nicht immer neue Ziele gesteckt hätte.“ Man dürfe nicht gleich aufgeben, wenn es ungünstige Bedingungen gebe. Im Beruf wie auch im Leben.

Ein Wort, das das Berufsgrundschuljahr Wirtschaft und Verwaltung nun in die Tat umsetzen will. Im Jahr 2009 möchte es zusammen mit dem MädchenZentrum an zwei Tagen einen Workshop durchführen. Thema: Planen von Lebenswegen. Die Vorbereitung läuft, das MädchenZentrum wird mit Frau Kzonsek und Frau Stachowski weiter im Gespräch bleiben. STC