Was ist los am Berufskolleg Gladbeck?

Schule goes Uni

Die Jahrgangsstufen 12 und 13 der AHR (Wirtschaftsgymnasium) am Berufskolleg Gladbeck nutzten die Gelegenheit, auf Einladung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Duisburg-Essen,  am Dienstag, den 3. Dezember 2013, einen exklusiven Einblick in den Universitäts-Betrieb am Campus Essen zu erhalten.

Um sich überhaupt grob orientieren zu können, verschafften sich die Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Frau Gierga (Beratungslehrerin) und Herrn Kalinasch (Oberstufenkoordinator) zunächst einen Gesamtüberblick über die räumliche Lage der verschiedenen Fakultäten, der Hörsäle, der Verwaltung, der Mensa etc. Danach fand eine kurze Orientierungs-Führung in der Universitätsbibliothek statt, die vor allem mit ihrem großen Bestand und Recherche-Möglichkeiten beeindruckte.

Danach übernahm die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften (vertreten durch Herrn Nienhaus) die restliche Organisation des Tages. Auf dem Programm standen dabei zunächst Informationen über die wichtigsten Fakten zur Universität - so gehört z. B. die Universität Duisburg-Essen nach der Fusion der Unis Duisburg und Essen im Jahre 2003 mit rund 35.000 Studierenden zu den zehn größten Universitäten Deutschlands, die mit Ausnahme der Rechtswissenschaften alle großen Fakultäten abdeckt.

Im Anschluss stellte Herr Dr. Kimmeskamp (zuständig für das Mentoring aller Wirtschaftsstudenten) alle notwendigen Basisinformationen zur Strukturierung und zu den Inhalten der Studiengänge im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, zu Aufbau und Unterschieden der Bachelor- und Master-Studiengänge, Vorgaben für den Erwerb von Leistungsnachweisen (wie erhält man so genannte Credits für welche Leistungen etc.) sowie Besonderheiten der Studiengänge Betriebswirtschaftslehre, Volks­wirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik vor.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch zusätzliche Informationen eines Studenten der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät aus einem höheren Semester, der einen kurzen persönlichen Einblick in seine Erfahrungen als Student gab.

Im Anschluss an die Einführung konnten die Schülerinnen und Schüler die kulinarischen Fähigkeiten der Uni-Mensa einer empirischen Überprüfung unterziehen. Diese erwiesen sich im Praxistest als durchaus annehmbar, auch hinsichtlich des auf den eher kleinen studen­tischen Geldbeutel angepassten Preis-Leistungs-Verhältnisses.

Nach der wohlverdienten Mittagspause stand der gemeinsame Besuch einer Vorlesung mit dem Titel „Investition und Finanzierung“ an, die im Audimax, dem größten Hörsaal der Universität, stattfand.

Nach einer kurzen persönlichen Begrüßung durch Dipl.-Kfm. Lauterjung, der Prof. Elschen vertrat, erhielten die Schülerinnen und Schüler hier die Gelegen­heit, ihr bereits erworbenes schulisches Wissen mit der Darstellung der gleichen Inhalte auf Universitätsniveau zu vergleichen. Einhellig stand für die Schülerinnen und Schüler fest, dass der wesentliche Unterschied in der Anwendung einer stärker mathematischen Ausrichtung des Lerninhalts besteht, was einige in der Einsicht bestätigte, ein wirtschafts­wissenschaftliches Studium nach dem Abitur aufzunehmen, andere wiederum zu der Erkennt­nis gelangen ließ, doch eher einen kaufmännischen oder anderen Ausbildungsberuf zu ergreifen.

Auf der anderen Seite konnten die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus die für sie befriedigende (und beruhigende) Feststellung machen, dass sie den der Mathematik übergeordneten Fachinhalten größtenteils problemlos folgen konnten, denn den vorgestellten Stoff hatten sie (was die 13er anbelangt) bereits im Schulunterricht kennengelernt, die 12er werden ihn noch kennenlernen.

Fazit: ein rundum gelungener Tag, der nicht nur den Schülerinnen und Schülern einen ersten Eindruck von einer Universität ermöglichte, sondern der auch eventuell vorhandene Berührungs­ängste vor einem möglichen Studium relativieren konnte.

Unser besonderer Dank geht an Herrn Nienhaus von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, der die Veranstaltung perfekt organisiert hat, sowie an Herrn Schmieszek, der den Kontakt zur Uni Essen hergestellt hat.    

 

Christian Kalinasch