Was ist los am Berufskolleg Gladbeck?

Betriebspraktikum als Türöffner

„Kaufmännische Assistentinnen und Assistenten Informationsverarbeitung“ des Berufskollegs Gladbeck waren im Praktikum

„Ich war völlig überrascht, als man mir nach so kurzer Zeit, ohne mein Abschlusszeugnis abwarten zu wollen, einen Ausbildungsplatz als Fachinformatikerin im Bereich Anwendungsentwicklung in so einem tollen Unternehmen angeboten hat“, berichtet Nele. „Ein Praktikum kann wohl eine Art Türöffner ins Arbeitsleben sein.“ 

Nele ist eine von 15 Oberstufenschülerinnen und -schülern der Kaufmännischen Assistenten Informationsverarbeitung am Berufskolleg Gladbeck. Bereits während ihres ersten sechswöchigen Praktikums, das Nele in Klasse 12 absolvierte, hat ihr ein Krefelder Software-Unternehmen das Angebot unterbreitet. „Man hat wohl schnell gemerkt, dass ich bereits IT-Erfahrung besitze und Kenntnisse im kaufmännischen Bereich mitbringe. Der Rest hat sich dann von alleine ergeben“, freut sich Nele. „Mein 4-wöchiges Praktikum in Klasse 13 habe ich beim zentralen Betriebshof Gladbeck (ZGB) gemacht. Das hat ebenfalls sehr viel Spaß gemacht. Auch hier konnte ich meine in der Schule erworbenen IT-Kenntnisse einsetzen.“

Ihre im Praktikum gesammelten Erfahrungen haben die Schülerinnen und Schüler auf einer Website „Mein Praktikum bei…“ illustriert (siehe www.berufskolleg-gladbeck.de).

Sebastian hatte die Möglichkeit, in der Mittelstufe ein Auslandspraktikum zu absolvieren: „Ich war in Budapest bei einer international agierenden Firma, die den Druckverkehr in Großunternehmen plant und realisiert. Das war schon was. Da lernt man nicht nur Englisch, sondern erfährt noch etwas über die fremde Kultur. Das zweite Praktikum habe ich in Gladbeck gemacht, bei Rockwool, einem Partnerbetrieb unseres Berufskollegs. Ich habe in der Personalabteilung gearbeitet. Man hat mir sehr viel Vertrauen entgegengebracht und ich durfte selbstständig Bewerbungsgespräche planen und in Outlook koordinieren. Das hat richtig Spaß gemacht“. Sebastian hat die Qual der Wahl. Er hat bereits von mehreren Unternehmen einen Ausbildungsplatz im IT-Bereich angeboten bekommen. Voraussichtlich wird er das Angebot einer  IT-Dienstleistung und Beratungs- GmbH in Gelsenkirchen wahrnehmen. Hier kann er zum Informatikkaufmann ausgebildet werden. Aufgrund seines Berufsabschlusses als Kaufmännischer Assistent Informationsverarbeitung kann er die dreijährige Ausbildung auf eineinhalb Jahre verkürzen. „Das Tolle hierbei ist, dass mir das Unternehmen während der Ausbildung ein sogenanntes duales Studium zum Wirtschaftsinformatiker finanziert“, verrät Sebastian.

Im Sommer beenden die Schüler ihre dreijährige Ausbildung am Berufskolleg mit der vollen Fachhochschulreife, die ihnen die Aufnahme jeglichen Studiums an einer Fachhochschule ermöglicht. Darüber hinaus erlangen sie nach bestandener Prüfung den Berufsabschluss nach Landesrecht zum Kaufmännischen Assistenten Informationsverarbeitung. Klassenlehrer Sascha Pätzold ist dieses Jahr sehr mit seinen Schützlingen zufrieden: „Wir haben in den drei Jahren viel Spaß miteinander gehabt und ich denke, dass die Schüler sehr gut auf ein Berufsleben in der Wirtschaft bzw. Verwaltung am computergestützten Arbeitsplatz vorbereitet wurden.“