Was ist los am Berufskolleg Gladbeck?

Präventionswoche am BK Gladbeck

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„Ey, du Opfer“ – Auf den Spuren des Mobbingprozesses und „Berufsschüler im simulierten Rausch“

Für manche ist es nur ein Spruch, für manche bittere Realität. Die Berufsschüler des Berufskollegs Gladbeck befassten sich während  ihrer Präventionstage mit dem Thema Mobbing und im Speziellen: Cybermobbing.

Unterstützt wurde die Veranstaltung der „Tour des Lebens“ durch die AOK.

Mobbing gab es schon immer. Brisant wird das Thema durch die neue Dimension, die das Internet mit seinen Kommunikationsplattformen hinzufügt und das Ganze zu Cybermobbing werden lässt. Das Opfer hat keinen Rückzugsort mehr und ist den Tätern in sozialen Netzwerken und damit auch in der Privatsphäre seines Handys ausgeliefert.

Während des Unterrichts wurden die Strukturen eines Mobbingprozesses offen gelegt und es wurde deutlich, dass es nicht nur Täter und Opfer gibt. Auch diejenigen, die sich als unbeteiligt betrachten, spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle beim Mobbing. Der Täter braucht Publikum und interpretiert das Schweigen seiner Kollegen als Bestätigung seines Tuns.

Neben den sozialen Aspekten, die in die Täter- und Opferfähigkeit hineinspielen, wurde auf die Rechtslage eingegangen. Nicht jeder Streich ist ein Kavaliersdelikt. Welche Möglichkeiten der Dokumentation von Mobbingtaten gibt es? Und wie sieht das rechtliche Vorgehen aus? Aber noch viel wichtiger: was lässt sich zur Deeskalation in der Klassengemeinschaft tun, um einen Weg aus dem Mobbing zu finden.

Alkohol

Eine etwas andere Alkoholprävention stand ebenfalls im Mittelpunkt des Angebotes der Tour des Lebens und der AOK. Im Rahmen der Veranstaltung wurden spannende Details zum Thema Alkohol diskutiert und die Schüler in einen simulierten Rausch geschickt.

Neben den Fragen, wie sich übermäßiger Alkoholkonsum auf das Gewicht auswirkt, welche Körperfunktionen hier mit hineinspielen und warum Asiaten eigentlich keinen Alkohol vertragen, wurden auch die Themen Potenz und ungewollte Schwangerschaft unter Alkoholeinfluss thematisiert. Ernste Themen wie Alkoholvergiftungen und Koma regten zum Nachdenken an.

Im simulierten Alkoholrausch von 1,3 Promille testeten die Teilnehmer ihre Körperkoordination. Die Prävention berührt dabei die Lebenswelt der jungen Erwachsenen und macht darüber hinaus Spaß. Die lebensnahen Geschichten fesseln nicht nur die Schüler, sondern ermöglichen auch bewusste Entscheidungen in Bezug auf den eigenen Alkoholgenuss.

„Um wirklich etwas in den Köpfen der Schüler zu verändern, gilt es, die jungen Erwachsenen am eigenen Ego zu packen,“ so Frank Pape, Präventionsmitarbeiter und Seelsorger der „Tour des Lebens“. „Insbesondere die Zusammenhänge zwischen Alkoholkonsum und Gewichtszunahme oder auch Potenz führen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Alkohol