Was ist los am Berufskolleg Gladbeck?

Auslandspraktikum

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Unsere Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland zu absolvieren  (z.B. im Rahmen eines Auslandspraktikums). Herr Oliver Schmieszek unterstützt Interessenten gern bei der Beantragung von Fördergeldern oder der Klärung organisatorischer Fragen. Herr Schmieszek steht mittwochs in den ersten beiden Pausen für ein Erstgespräch im Lehrerzimmer  zur Verfügung bzw. ist per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen.

Einen Einblick in ein Auslandspraktikum gewährt der folgende Erfahrungsbericht:

Abenteuer England

Am 1. Mai 2017 hob für mich (Auszubildende zur Steuerfachangestellten) der Flieger nach England ab, mit der Aussicht drei Wochen einen Einblick in eine andere Mentalität zu bekommen. Um 11 Uhr deutscher Ortszeit startete ich vom Düsseldorfer Flughafen nach London-Heathrow. Im Flugzeug lernte ich weitere Schüler kennen, die ebenfalls am ERASMUS + Programm teilnahmen, größtenteils aus der Ausbildungsklasse der Rechtsanwaltsgehilfinnen von einem anderen Berufskolleg. Das ERASMUS Projekt ist ein von der Bundesregierung gefördertes Austauschprogramm für Auszubildende. Nachdem wir uns nach einigen Orientierungsschwierigkeiten am Flughafen in London zurecht gefunden hatten,  wurden wir von unseren Taxifahrern in Empfang genommen. Nach den ersten englischen Wortwechseln mit den Fahrern, brachten diese uns zu die jeweiligen Gastfamilien in Brighton bzw. in die benachbarten Orte (in meinem Fall Patcham).

In Brighton ist es üblich, dass Gastfamilien eigentlich das ganze Jahr über ein oder mehrere Studenten bei sich wohnen haben, deswegen war es auch nicht überraschend, das alles gut vorbereitet war für meine Ankunft. Ich wurde sehr herzlich aufgenommen und konnte mich in meinem eigenen Reich auf dem Dachboden einrichten. Da ich zuvor noch nicht in England gewesen bin, nutzte ich den verbleibenden Abend um mir die Gegend anzusehen.

Der 2. Mai 2017 war ein Feiertag in England, sodass der folgende Tag in England dazu genutzt werden konnte sich mit der Stadt Brighton vertraut zu machen, Busverbindungen herauszusuchen, die Arbeitsstellen für das bevorstehende Praktikum aufzusuchen und auch das sonnige Wetter zu genießen.

Am nächsten Tag begann der normale Ablauf, in den ersten zwei Wochen besuchte ich vormittags eine Sprachschule und ging nachmittags zu meiner Arbeitsstelle. In der Schule traf ich auch auf die anderen Teilnehmer des Projektes, mit denen ich zum Teil in dieselbe Klasse eingeteilt worden war, wodurch wir die Möglichkeit hatten, uns ein wenig über den ersten Eindruck hinweg auszutauschen. Meine Arbeitsstelle war in einem Second-Hand-Shop, welche  in Brighton sehr verbreitet sind. Ich arbeitete für die „mind-charity“, eine Stiftung deren Erlöse Menschen mit psychischen Problemen zu Gute kommt.

Die Arbeit in dem Shop war im Vergleich zu meinem sonstigen Job im Steuerbüro eine völlig andere, zum einen wegen des Tätigkeitsbereiches (Kasse bedienen, Kleidung einsortieren) und zum anderen, weil die Menschen in England ganz anders sind als in Deutschland. Ich habe die unterschiedlichsten Lebensweisen der Engländer kennengelernt und ja - in diesen Shop kommen auch tatsächlich Leute, die Probleme mit sich und ihrem Leben haben. Aber als Gast in einem Land begegnet man solchen Situationen anders als in der Heimat und arrangiert sich damit.

Da wir drei Wochen fast ausschließlich strahlenden Sonnenschein hatten, nutzten wir die Wochenenden,  um z.B. London , die Pubs in Brighton oder auch die nähere Umgebung zu erkunden.

​Am 21. Mai ging es wieder zum Flughafen nach Heathrow, um den Weg nach Hause anzutreten. Für mich war es überraschen,  wie schnell man sich an den neuen Alltag gewöhnt hatte, auch  in England hatte ich meinen ganz geregelten Tagesablauf, sodass die Zeit doch schneller um war als zu Beginn gedacht. Auf dem Rückflug flogen noch zwei weitere Teilnehmerinnen mit mir. Nachdem wir uns über das Erlebte ausgetauscht hatten und  doch ein wenig wehmütig waren, freute sich sobald der Flieger abgehoben hatte, jeder auch wieder auf seine Familie.

Abschließend kann ich sagen, dass es für mich eine wunderbare Erfahrung gewesen ist, ich hatte eine großartige Gastmutter, die mir alle Freiheiten gelassen hatte, sodass ich die Möglichkeit hatte, heimisch zu werden. Die Erfahrungen, welche ich in den 3 Wochen gesammelt habe, sei es über Kultur, über den typisch englischen  Alltag oder auch über die Lebenseinstellung der Engländer, werden mir mit Sicherheit eine Weile in Erinnerung bleiben.

Marina Vennemann (Steueroberstufe)